Mittwoch, 24. August 2016

Last Days in Canada




Nach einer knapp 560 Kilometer-Fahrt, haben wir einen Halt in Abbotsford eingelegt. Dies liegt in der Nähe von Vancouver. Morgen werden wir nämlich nach Seattle fahren um dort unser Auto zu tauschen. Da wir b
ereits mehrere 1000 Meilen gefahren sind, braucht unser fahrbarer Untersatz den ersten Komplett-Service (da Neuwagen), weshalb wir morgen ein neues Auto bekommen werden um unsere weitere Reise anzutreten. Für die heutige Nacht haben wir uns wieder mal ein Hotel ausgesucht. Dieses mal eine Suite! Mit Küche, Waschmaschine (wir mussten mal Wäsche waschen nach 3 Wochen) und Couch-Ecke in der wir versuchen (neben all den Werbungen) die Rede von Trump in Texas zu verfolgen.

Die letzten beiden Tage haben wir zwischen Bergen, Seen und Wäldern verbracht. Nach dem wir im doch sehr touristischen Banff-Nationalpark um 9 Uhr in der früh bereits 10 Minuten  einen Parkplatz suchen mussten, um den Moraine Lake zu bewundern (dies war es aber allemal wert! siehe Fotos) hätten wir beim noch touristischeren Lake Louise wohl ca. 20 Minuten auf einen Parkplatz warten müssen. Das war uns dann doch zu viel Tourismus, und wir traten die Fahrt in eine weniger befahrene Gegend an. Beim Warten auf die Fähre in Richtung Süden trafen wir ein nettes Schweizer Ehepaar, welches vor 32 Jahren (!) nach Kanada ausgewandert ist und nun eine Rundreise mit ihrem umgebauten Motorrad macht. (Philipp war neidisch!). Gleich sympathisch und vertraut erzählten sie uns über ihr Leben hier und gaben uns Tips für unsere weitere Reise. Für Philipp, der seine Motorräder schon mehrfach vermisst hat, kam es aber noch besser (oder noch schlimmer?). Als wir auf unserem angesteuerten Übernachtungsplatz (Campingplatz in Nakusp) ankamen, wimmelte es nur so von Motorrädern! Da erfuhr Philipp auch noch, dass in einer Woche auf genau diesem Campingplatz ein Travel-Event von Touratech USA stattfinden wird. Wer ihn kennt, weiss was das für ihn heisst! J Ich musste ihm versprechen, dass wir in den USA so bald wie möglich eine Tagesreise mit einem Töff antreten werden!

Wir entschlossen uns, zwei Nächte auf dem Campingplatz zu bleiben. Beim Spaziergang durch das „Städtchen“ trafen wir einen weiteren ausgewanderten Schweizer. Schon speziell, mit Menschen mit Ur-Basler und Berner-Dialekt zu sprechen, die seit über 30 bzw. 56 Jahren hier leben und arbeiten. Richtig spannend diese Geschichten! Da der nette Mann uns freudig erzählte, dass er auf seiner Fahrt hierhin vier Bären gesichtet hat, konnten wir natürlich der Versuchung nicht widerstehen, am Tag darauf die selbe Strecke mit dem Auto abzufahren in der Hoffnung, ebenfalls einige wilde Tiere zu Gesicht zu bekommen. Leider haben wir auch nach zwei Stunden noch nichts entdeckt... dafür haben wir ein suuuper Zmittagessen in einem kultigen Restaurant bekommen, so dass wir uns satt und zufrieden aufmachten, um die angepriesenen Hot Springs (= eine Art Thermalbad) zu besuchen. Doch ojemine! Als wir diesen doch eher kleinen Pool mit gelblich gefärbtem Wasser und gefüllt mit darin treibenden Menschen sahen, da verging uns die Lust, auf eine (Bisi)-Kur! Wir entschlossen uns daher, die anderen Hot Springs in der Nähe unsere Zeltplatzes aufzusuchen. Vielleicht haben wir da ja mehr Glück! Und so war es! In den angenehmen 37 und 40 Grad Becken konnte uns das eher neblige und feuchte Wetter nichts mehr anhaben.

Nun sind gut drei Wochen vorüber und morgen werden wir wieder in die USA zurück reisen. Die kanadische Wildnis, die endlosen Fahrten entlang an Seen und durch Wälder ohne auch nur ein Haus zu sehen, die schönen (und sanitär doch überraschend guten) Campingplätze, das gute Brot, er gute Whisky (J) die freundlichen und hilfsbereiten Menschen hier, die werden wir in guter Erinnerung behalten! Und gleichzeitig freuen wir uns nun auf neue Abenteuer die uns im wilden Amerika erwarten.

Ganz liebe Grüsse aus Kanada!
Martina und Philipp

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