New Orleans
- der Geburtsort des Blues und Jazz. Diese Stadt stand bei uns beiden schon zu
Beginn unserer Reise auf dem Plan. In Dallas buchten wir ein im Internet hübsch
aussehendes „authentisches“ Hotel an „toller Lage“. Und dies für nur knapp 60.-
Dollar die Nacht! Unser günstiges Hotel bis jetzt und das in New Orleans, wo
die übrigen Hotels mindestens 150.- Dollar verlangten pro Zimmer! Da muss es
doch einen Haken haben, dachten wir...
Nach der
ersten tropischen Nacht im Zelt machten wir uns also vor zwei Tagen auf nach
New Orleans. Wir waren eine Stunde zu früh beim Hotel und die 25.- Dollar für
das frühere Einchecken war uns dann im Vergleich zum Gesamtpreis doch etwas zu
teuer. Eine Stunde und zwei Bier später bekamen wir dann von der bis über beide
Backen lächelnden, vollbusigen Black Mamma im farbigen Gewand und mit schön
geflochtenen Haaren (so wie man es sich vorstellt) unsere Zimmerschlüssel. Die
Türverriegelung zu unseren vier Wänden für die nächsten drei Nächte entsprach
derjenigen in den amerikanischen Filmen. Ein heftiger Tritt gegen die Tür würde
vermutlich auch reichen, um sie zu öffnen. Wir haben’s aber nicht probiert ;-)
Das Zimmer
entpuppte sich dann aber als ein wirklich hübsches, tatsächlich authentisches,
super Zimmer mit bequemem Riesenbett. Einen Haken konnten wir zu unserer
grossen Freude nicht finden! Da hatten wir also wirklich ein absolutes
Schnäppchen gemacht! Dies bemerkten wir spätestens, als wir aus dem, an ruhiger
Lage liegendem, Hotel raustraten um uns auf die erste Erkundungstour aufzumachen
und bereits ca. zwei Strassen weiter an der bekannten Frenchman Street standen,
wo an jedem Abend in den diversen Bars Live Musik zu finden ist. Da lässt es sich
gut gehen :-)
Die letzten
zwei Tage waren geprägt von Kultur und Stadtbesichtigung am Tag und Drinks und
Live Musik am Abend. Einen etwas sturmen Kopf hatten wir dann heute Morgen also
schon, als wir uns aufmachten, das Museum über den zweiten Weltkrieg anzuschauen.
Die Ausstellung hatte einiges zu bieten. Einstündiger 4D-Film (produced by Tom
Hanks), dutzende ausgestellte Waffen, Panzer und Kampfflugzeuge, diverse
„Heldengeschichten“ und ein interaktiver U-Boot-Untergang (der entpuppte sich
dann aber als echter Ami-Schwachsinn). Auch am Tisch sitzende Armi-Veteranen mit
einem Schild „talk with me“ und die zu kaufenden Souvenirs wie z.B.
Schlüsselanhänger mit Munitionsform fehlten nicht. Es war durchaus spannend und
eindrücklich, wie die Amerikaner den zweiten Weltkrieg aus ihrer Sicht
darstellen.
Nach zwei
Tagen müssen wir sagen, uns gefällt New Orleans sehr gut! Das friedliche und
gelassene Zusammenleben dieser verschieden Menschen mit unterschiedlicher
Herkunft und Hautfarbe hat mich fasziniert und auch erfreut! Gerade, wenn man
an die (politischen) Geschehnisse und Unruhen der letzten Monate hier in Amerika denkt. Auch mussten wir sehr
schnell lernen, dass hier alles etwas langsamer und gemütlicher funktioniert.
Und trotzdem funktioniert alles einwandfrei. Davon könnten wir uns als
SchweizerInnen also gut eine Scheibe abschneiden!
So, nach
der zweiten Dusche heute (Es ist so schwül hier, dass man bereits um 11 Uhr
morgens wieder komplett nass geschwitzt ist), machen wir uns nun nochmals auf
in den letzten Abend. Wir hoffen, wir finden etwas Feines zu Essen. Gute Drinks
und gute Musik, die haben wir bereits auf sicher!
Morgen geht’s
weiter nach Destin (Florida) an den Strand! Ein Ortschaft, die uns die beiden
netten Leute im The Rustic in Dallas empfohlen haben. Die erste Empfehlung mit
dem Hurricane-Drink in der Piano Bar (siehe Fotos) war bereits ein super Tip!
Da wird der zweite sicherlich ebenso gut sein! Wir sind gespannt!
Macht's gut!
Martina und Philipp
