Mittwoch, 28. September 2016

New Orleans



New Orleans - der Geburtsort des Blues und Jazz. Diese Stadt stand bei uns beiden schon zu Beginn unserer Reise auf dem Plan. In Dallas buchten wir ein im Internet hübsch aussehendes „authentisches“ Hotel an „toller Lage“. Und dies für nur knapp 60.- Dollar die Nacht! Unser günstiges Hotel bis jetzt und das in New Orleans, wo die übrigen Hotels mindestens 150.- Dollar verlangten pro Zimmer! Da muss es doch einen Haken haben, dachten wir...

Nach der ersten tropischen Nacht im Zelt machten wir uns also vor zwei Tagen auf nach New Orleans. Wir waren eine Stunde zu früh beim Hotel und die 25.- Dollar für das frühere Einchecken war uns dann im Vergleich zum Gesamtpreis doch etwas zu teuer. Eine Stunde und zwei Bier später bekamen wir dann von der bis über beide Backen lächelnden, vollbusigen Black Mamma im farbigen Gewand und mit schön geflochtenen Haaren (so wie man es sich vorstellt) unsere Zimmerschlüssel. Die Türverriegelung zu unseren vier Wänden für die nächsten drei Nächte entsprach derjenigen in den amerikanischen Filmen. Ein heftiger Tritt gegen die Tür würde vermutlich auch reichen, um sie zu öffnen. Wir haben’s aber nicht probiert ;-)
Das Zimmer entpuppte sich dann aber als ein wirklich hübsches, tatsächlich authentisches, super Zimmer mit bequemem Riesenbett. Einen Haken konnten wir zu unserer grossen Freude nicht finden! Da hatten wir also wirklich ein absolutes Schnäppchen gemacht! Dies bemerkten wir spätestens, als wir aus dem, an ruhiger Lage liegendem, Hotel raustraten um uns auf die erste Erkundungstour aufzumachen und bereits ca. zwei Strassen weiter an der bekannten Frenchman Street standen, wo an jedem Abend in den diversen Bars Live Musik zu finden ist. Da lässt es sich gut gehen :-)

Die letzten zwei Tage waren geprägt von Kultur und Stadtbesichtigung am Tag und Drinks und Live Musik am Abend. Einen etwas sturmen Kopf hatten wir dann heute Morgen also schon, als wir uns aufmachten, das Museum über den zweiten Weltkrieg anzuschauen. Die Ausstellung hatte einiges zu bieten. Einstündiger 4D-Film (produced by Tom Hanks), dutzende ausgestellte Waffen, Panzer und Kampfflugzeuge, diverse „Heldengeschichten“ und ein interaktiver U-Boot-Untergang (der entpuppte sich dann aber als echter Ami-Schwachsinn). Auch am Tisch sitzende Armi-Veteranen mit einem Schild „talk with me“ und die zu kaufenden Souvenirs wie z.B. Schlüsselanhänger mit Munitionsform fehlten nicht. Es war durchaus spannend und eindrücklich, wie die Amerikaner den zweiten Weltkrieg aus ihrer Sicht darstellen.

Nach zwei Tagen müssen wir sagen, uns gefällt New Orleans sehr gut! Das friedliche und gelassene Zusammenleben dieser verschieden Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe hat mich fasziniert und auch erfreut! Gerade, wenn man an die (politischen) Geschehnisse und Unruhen der letzten Monate hier in Amerika denkt. Auch mussten wir sehr schnell lernen, dass hier alles etwas langsamer und gemütlicher funktioniert. Und trotzdem funktioniert alles einwandfrei. Davon könnten wir uns als SchweizerInnen also gut eine Scheibe abschneiden!

So, nach der zweiten Dusche heute (Es ist so schwül hier, dass man bereits um 11 Uhr morgens wieder komplett nass geschwitzt ist), machen wir uns nun nochmals auf in den letzten Abend. Wir hoffen, wir finden etwas Feines zu Essen. Gute Drinks und gute Musik, die haben wir bereits auf sicher!

Morgen geht’s weiter nach Destin (Florida) an den Strand! Ein Ortschaft, die uns die beiden netten Leute im The Rustic in Dallas empfohlen haben. Die erste Empfehlung mit dem Hurricane-Drink in der Piano Bar (siehe Fotos) war bereits ein super Tip! Da wird der zweite sicherlich ebenso gut sein! Wir sind gespannt!

Macht's gut! Martina und Philipp

Sonntag, 25. September 2016

Welcome to Texas



Ach wie haben wir uns auf diesen Moment gefreut! Endlich selber ein texanisches Nummernschild zu haben! Nein! Das stimmt so natürlich nicht.... haben tun wir es, nach zweitem Autowechsel, nun leider trotzdem.

Nach zwei langen Autoetappen (insgesamt ca. 700 Meilen) sind wir also im Bundesstaat Texas angekommen und müssen zugeben: So schlimm ist es nun wirklich nicht! Vor kurzer Zeit fand hier in Dallas sogar eine Gay Pride statt und es gibt ein ganzes Wohnquartier wo Homosexuelle leben (dies ganz ohne Mauer und nach freiem Willen).
Gleich am ersten Abend entschlossen wir uns wieder einmal in den Ausgang zu gehen. Sprich gutes Essen, Bier, Drinks und Live Musik. Mit dem "The Rustic" fand sich ein wirklich toller Ort, welcher jedoch deutlich spürbar von der Upperclass (oder Möchtegerns) in Anspruch genommen wird. Die Szenerie um uns herum war sogleich faszinierend wie auch nervend! So durften, respektive mussten wir uns zum Beispiel zwei blonde Tussis anschauen, welche sich im Sekundentakt die Haare erst über die Schultern, dann zurück nach vorne, anschliessend von links nach rechts und von oben nach unten warfen. Pausen gabs lediglich um sich zum wiederholten mal die Lippen nachzuziehen oder ein weiteres Vollmund Selfie zu knipsen, um dies auf Facebook und Co zu laden und diesen Post anschliessend im 5 Minuten Takt abzurufen um auch ja sicher zu gehen, dass der eigene Status noch immer top ist! Schon komisch, wenn der Ausgang zweier Frauen mehr zum Bühnenstück als zum gemütlichen Zusammensein mutiert. Die geniale Band "Zac Wilkerson" schien bei den meisten nur als Filmmusik zu dienen und es lag somit an uns, die wirklich tolle Darbietung auf gebührende Art uns Weise zu würdigen.  Da waren dann aber doch noch sehr coole und nette Menschen, wie die beiden Assistenzärzte (Frau / Mann) welche uns ganz interessiert über unsere Reise und Herkunft ausfragten und uns viele spannende Tipps für unseren weiteren Trip mit auf den Weg gaben. Sogar ein Drink spendierten sie uns! Thank You!

Dallas hat viel zu bieten! So haben wir uns die Zeit auf Märkten und Einkaufszentren vertrieben und auf meinen Wunsch hin sogar einen Motorradladen besucht! Ein Highlight waren die Taxifahrten mit dem iranischen Taxifahrer Ben welchem es gelang uns trotz waghalsigem Tempo und lauter Musik alles Wissenswerte über die Gegend zu erzählen und gleichzeitig noch seine gesamte Lebensgeschichte für uns zu erläutern. Die Geschichte könnte mann direkt verfilmen! Es würde bestimmt ein Kassenschlager!

Nun sitzen wir nach unserer zweiten Nacht im Best Western auf unserem Bett und sind froh dem morgendlichen Breakfast Wahnsinn entkommen zu sein! Was da einem geboten wird übertrifft sogar die zwei blonden Tussis! Vom übergewichtigen und barfüssigem Grüsel, über eine apathisch wirkende schmatzende Koreanerin bis hin zum völlig desorientierten und hyperaktivem Kerl, welcher sich die fettigen Speisen gute 20 Zentimeter hoch auf seinen Pappteller stapelte, um sie sich nachher von Hand ohne kauen in den Rachen zu stopfen, wird einem frühmorgens bereits so einiges geboten. Da wirkte der toupierte und mit Stögelischuhen ausgestattete Typ an der Keloggs Theke schon fast normal!
Es stimmt schon: Wenn jemand eine Reise tut, dann hat sie / er was zu erzählen!

Ach ja, auch ein Telefonat mit der lieben Viseca (Visa Card) stand wieder einmal an. Was dazu führte, verraten wir jedoch noch nicht. 

In einer Stunde gehts für uns in Richtung New Orleans, wo wir bereits drei Nächte in einem "authentischen" Quartier gebucht haben. Die Bewertungen im Netz sind gemischt. Von horrible bis zu fabelous findet sich da alles! Wir sind guten Mutes und freuen uns auf Kulturelles, Party und Livemusik!

Machst gut!

Philipp und Martina

PS: Morgen um 19.00 Uhr zeigen sie hier die erste Debatte zwischen Hillary und Trump! Wir sind gespannt wer sich da behaupten wird! Von überschwänglicher Trump Euphorie ist hier in Dallas erstaunlicherweise nicht viel zu spüren!



Donnerstag, 22. September 2016

Colorado Springs statt Dallas





Hallo ihr Lieben

Wie angekündigt statteten wir dem Sand Dunes Nationalpark noch einen Besuch ab. Die riesigen Sanddünen waren bereits aus 30 Meilen Entfernung gut zu sehen! Eindrücklich welch riesige Massen Sand sich da direkt vor den Rocky Mountains aufgetürmt haben! Mir gefielen die Dünen vom Parkplatz aus schon ziemlich gut, doch Martina nahm mich an der Hand und führte mich über eine lange gerade Sandfläche hin zum Fusse der Dünen! Wer mich und meinen Papi kennt weiss, dass wir es nicht so mit Sand haben. Besonders nicht wenn er überall an unseren Füssen klebt :-)!
Aber fertig gejammert! Dieses Naturspektakel ist wahrlich beeindruckend und weicht doch wesentlich von allem bisher gesehenem ab.
Zurück im Auto war es bereits gegen 17.00 Uhr und unser gemachter Plan (Fahrt in Richtung Dallas) wurde einmal mehr nach Martina und Philipp Manier spontan verworfen. Irgendwie fühlten wir beide, dass es noch nicht an der Zeit ist das wunderschöne Colorado zu verlassen. Somit entschlossen wir uns, stattdessen hoch nach Colorado Springs zu fahren um da noch einmal etwas auszuspannen bevor wir uns in Richtung Cowboy Staat Texas aufmachen.

Colorado Springs unterscheidet sich deutlich von anderen amerikanischen Städten. Es ist viel grüner und voller teuren Villen und schöner Parks. Auch gibt es eine Altstadt wo wir in einer coolen Bar schöne Momente mit Locals und gutem Bier verbachten.
Auch statteten wir dem Mountain Zoo einen Besuch ab und liessen uns von den Grizzlys, Giraffen und Co. in ihren Bann ziehen. Ein Besuch in einem amerikanischen Zoo unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten vom Schweizer Zoo Erlebnis:
1. Es ist möglich viel näher an die Tiere rann zu kommen, sie teilweise sogar zu berühren
2. Die Würde der Tiere wird teilweise auf dramatische Weise verletzt. So findet zurzeit eine Kunstausstellung statt, bei welcher Tiere in quadratischen, schrecklich ausgestatteten Glaskästen ausgestellt werden. Kunst scheint wirklich keine Grenzen zu kennen! Wirklich nicht nach unserem Geschmack!

Nun ist es Zeit für unser kontinentales Frühstück! Ach wie vermissen wir unser Brot und Co.
Anschliessend brechen wir dann wirklich auf in Richtung Dallas!

Also, bis bald!!

Liebe Grüsse Philipp und Martina

Dienstag, 20. September 2016

Der grosse Nationalpark UTAH



Hello, Hello

Nach sieben Nächten im Zelt am Stück (unser neuer Rekord!) haben wir uns heute wieder mal in einem netten Motel im Städtchen Cortez niedergelassen. Philipp war bereits beim Reinfahren in die City leicht überfordert von diesen vielen Autos und den in allen Farben blinkenden Logos und Lichtsignalen. Nach sieben Tagen Natur, endlosen Meilen ohne Haus, Mensch und Zivilisation, muss man sich erst mal wieder an den Trubel gewöhnen. Doch dieser holte uns ziemlich schnell ein. Wäsche waschen, Einkauf erledigen, Fotos hochladen und Abendessen besorgen beim Thai um die Ecke. Da verschwinden die gewonnene Gelassenheit und Muse der letzten Tage doch recht schnell wieder.

Unglaublich, wie viel wir in den letzten Tagen erlebt und gesehen haben. Da ist es selbst für uns teilweise schwer, den Überblick zu behalten, aber wir versuchen’s. Nach dem stürmischen Abend südlich des Arches-Nationalparks (das Zelt steht noch, ist einfach leicht verbogen) machten wir uns auf Richtung Natural Bridges National Monument. Fast touristenfrei konnten wir in Ruhe die drei steinigen Brücken besichtigen, eines unsere bisherigen Highlights. Doch die Naturwunder hörten damit nicht auf. Auf der Fahrt Richtung Nord-Westen fährt man durch mehrere Nationalparks und National Recreation Areas. Da kann man sich an der wunderbaren Natur und den unglaublichen Fels- und Sandlandschaften kaum satt sehen. Da wir uns ja ein Auto mit 4x4 gemietet haben, liessen wir es uns natürlich nicht nehmen, die zahlreichen gravel roads (nicht geteert) und off-road Pisten auszukosten. In abenteuerlicher und teils nervenaufreibender Manier verlangten wir dem Chevy so einiges ab.  

Nach diesen unbeschreiblichen Tagen voller Abenteuer und Ungewissheit haben wir uns nach etwas Bekanntem und Vertrautem gesehnt, was uns zum Bryce Canyon führte. Der Bryce Canyon mit vierfachem Besuch von Philipp und zweifachem Besuch von mir gehört schon fast zu unserer Heimat in Amerika und kam uns bei der Ankunft richtig vertraut vor. Den Zeltplatz fanden wir auf Anhieb und auch die Fische im Badesee begrüssten uns freundlich, als sie unsere stinkenden Füsse umschwärmten. Auch ein Nachtessen in unserem bekannten Pines Restaurant stand auf dem Programm. Trotz aller Klasse, sind die Kochkünste der Amis doch auf ihre Art beschränkt. Sogar das selbstgemachte Brot schmeckte mehr nach Brioche, als nach Baquette. Philipp freut sich schon jetzt auf ein gutes Stück Fleisch von Pirmins Grill. Auch die Nacht war vertraut, was die Temperaturen angeht. Dank den Erkenntnissen der vergangenen Trips packten wir uns bereits zu Beginn im Zwiebelsystem warm ein und überstanden die Nacht (unter dem Gefrierpunkt) einigermassen gut :-). Auf den Eis-Kaffee am Morgen verzichtete ich aber gerne und genoss dafür die wärmende Heizung unseres treuen Gefährts. Der Besuch des Bryce Canyons war aber auch dieses Mal ein Muss und die Schönheit der Kulisse ist auch beim zweiten bzw. vierten Mal überwältigend.
Dann ging’s aber los Richtung Süden, wir wollten ja dem Monument Valley noch einen Besuch abstatten. Nach einem wunderschönen Campingzwischenhalt im Indianerreservat, inkl. Besichtigung alter Wohnstätten, trafen wir gestern Morgen beim Monument Valley ein. Dank unserer Offraod Tauglichkeit, haben wir die Chance genutzt, das Valley auf eigene Faust zu erkunden und haben uns köstlich amüsiert am Bild der zusammengekauerten und verstaubten Touristen auf den Indiander-Pikups.

Nun geht unsere Nationalpark-Aera langsam zu Ende. Beschränken sich diese doch überwiegend auf den westlichen Teil Amerikas. Heute werden wir noch den Sand Dunes NP besuchen und dann geht’s Richtung Dallas, wo wir erneut unseren fahrbaren Untersatz austauschen müssen. Ja, wir sind bereits wieder an der Meilenlimite angelangt und der Wagen braucht einen Full Service!
Wir sind gespannt was uns die nächsten Tage erwartet! Einen konkreten Plan haben wir, wie fast immer, keinen! :-)


Liebe Grüsse Martina und Philipp

Montag, 19. September 2016

Es kam dann doch noch anders - der Film




Wie beim vorletzten Bericht am Schluss erwähnt, kam es mit dem Wetter dann doch noch etwas anders! Gerade als ich den Laptop Deckel schloss kam der Sturm auf! So was haben wir im Zelt noch nie erlebt! Das Zelt überlebte die stürmische mit leichten Blessuren! Aber seht selber!

Die FOTOS zum Beitrag "Stürmische Zeiten" sind nun auch auf dem Netz! Viel Vergnügen beim anschauen!

Sonntag, 18. September 2016

Hallo aus Utah

Halli Hallo

Da sind wir mal wieder!

Seit wir im Bundesstaat Utah angekommen sind (mit dem Arches-Nationalpark haben wir begonnen im letzten Bericht) sind unsere Tage und Nächte wieder abenteuerlicher und naturreicher geworden. Wenn wird den Bundesstaat Utah beschreiben müssten, würden wir wohl sagen, „Utah ist ein einziger grosser Nationalpark“. Tatsächlich gibt es wohl in keinem anderen Staat in Amerika so viele Nationalparks und Naturwunder wie hier. Dafür ist aber auch die Infrastruktur was Essen, Übernachtung und Internet angeht eher bzw. sehr beschränkt. Gerade jetzt sitze ich vor einem Mac Donald in Kanab (der erste Mc seit 7 Tagen und das ist für Amerika doch aussergewöhnlich!) und warte auf Philipp, der sich gerade nach einem freien Hotelzimmer im Best Western erkundigt... Denn eine Dusche, ein (warmes!) Bett und mal etwas Faulenzen wäre nach sechs Nächten im Zelt doch wieder mal schön. Ah, da kommt er ja! Moment! Leider nichts.. Naja, dann geht’s nun weiter Richtung Wüste... ;) 

Wir melden uns wieder! Wenn wir dann wieder mal Internet und ein Hoteldach über dem Kopf haben! 

Alles Liebe! Martina und Philipp 

Freitag, 16. September 2016

Stürmische Zeiten

(Verfasst am 13.09.2016, bis heute kein Internet)


Hikks! Nein nicht das Teilchen aus dem CERN Labor sondern das Hikks aus unserer Kehle! Wow was für ein Whiskey! (Buffalo Trace) Mittlerweile sind wir zu regelrechten Whiskey Tiger geworden. Gerade haben wir es uns in unserem kleinen aber feinen Vorzelt gemütlich gemacht. Draussen stürmt es gerade ziemlich heftig. Von weitem hören wir das laute Donnern des heranziehenden Gewitters. Die Gewitter hier unterscheiden sich nicht wesentlich von denen zuhause, wirken in einem Zelt mit meist exponierter Lage jedoch deutlich heftiger!

Wo sollen wir anfangen mit erzählen? Nach zwei Nächten in unserem geliebten Loveland brachen wir auf in Richtung Südwesten. Die tolle Motorradtour des Vortags hinterliessen bei mir deutliche Spuren. Owaja was habe ich mir da für einen Sonnenbrand auf meinen Handrücken eingefangen! Da sind ja sogar weisse Blasen zu sehen!!! Owe Owe! Aber einen enchten Easyrider wie mich haut das natürlich nicht von den Socken.... „Martina...? wo händ mir D’Aprés Soleil versorget? Mittlerweilen sind meine Hände wieder heil und ich bin in der Lage diesen Eintrag zu schreiben.

Also weiter im Text! Nach einer diskussionsreichen Autofahrt (Die einen wissen worums geht ;-) ) standen wir plötzlich auf einem Campingplatz mitten in der Natur! Wie wir da hin gekommen sind, wissen wir ehrlich gesagt selber nicht mehr. Eindrücklich wie eine angeregte Diskussion einem alles um sich herum vergessen lässt! Ausgeschlafen gings weiter zum Black Canyon NP! Wow! Was für ein Anblick! Die Tiefe der Schlucht kann mit dem Grand Canyon locker mithalten. Erstaunlicher Weise gilt dieser noch immer als Geheimtip! Wir liessen es uns nicht nehmen uns im kühlen Nass des Canion Flusses zu erfrischen, auch wenn auf Schildern deutlich davon abgeraten wird. Ja ja die Amis kennen die Maggia halt nicht! Aber mal ehrlich uns wars doch einiges zu kalt, aber nichts desto trotz konnten wir mit unserer Aktion die einheimischen Fischer beeindrucken! Am abendlichen Lagerfeuer liessen wir uns die selbstgemachten Burger schmecken. Nach einer Ausgiebigen Canyon Besichtigung am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Fruita wo wir uns wiedereinmal einem Einkaufsmarathon widmeten! Das Einkaufen hier in Amerika ist so eine Sache! Angefangen bei den unüberschaubar grossen Ladenflächen, der schier unendlichen Auswahl an Tomatensaucen über Chipsstüten und pampigem Brot, bis hin zu den teils völlig unkompetenten Menschen hinter den Kassen wird die Sehnsucht nach einem Migros Einkauf von Tag zu Tag grösser!

Am 12.09. trafen wir gegen Mittag im Arches Natinalpark ein und befanden uns somit auch bereits im Budesstaat Utha! Was einem da geboten wird ist einfach Atemberaubend. Wir schauen zurück auf zwei wunderschöne Tage welche sicherlich zu den Highlights unserer bisherigen Reise zählen! Und ja, wir haben das Auto auch mal verlassen und uns während gut vier Stunden (11km) über Sand und Fels zu Fuss durch die einmalige Landschaft treiben lassen. Der Wanderweg schlecht hin!

Hikks! Schon wieder ist das Glas lehr! Der Sturm scheint mittlerweilen auch etwas nachgelassen zu haben! Martina zeigt sich bereit die Lage zu erkunden! Ok..... sie muss aufs Plumps Klo.

Bis zum nächsten Mal!


Philipp und Martina

PS: Es kam dann doch anders mit dem Wetter!! Ihr könnt euch auf etwas gefasst machen!

Leon ist da!

(verfasst am 11.9.2016, bis heute kein Internet)

11/9 ist für uns ab sofort ein Glückstag!


Das ist er der kleine Leon! Obwohl so klein ist ja eigentlich gar nicht :-)
Ich bin unheimlich stolz auf dich liebe Simone wie du das alles gemeistert hast! Auch dir lieber Patrick möchte ich von Herzen danken das du meine Schwester so toll durch die entscheidenden Stunden begleitet hast! Ich wäre an deiner Stelle wohl umgekippt :-) Gut zu wissen wo ich Nachhilfe holen kann wenns dann bei uns mal so weit ist....

Schon speziel: Vor 10 Jahren ging ich schon einmal auf eine lange Reise und wurde kurz nach meiner Abreise zum ersten Mal Götti! Jetzt 10 Jahre später bin ich schon wieder für eine längere Zeit ausser Lande und verpasse bereits zum zweiten Mal die Geburt eines Göttibubs.
Die Technik hat sich in der Zwischenzeit zum Glück verbessert und ich habe bereits Videos und Photos von Leon bekommen.

Es erfüllt mich mit grossem Stolz und unheimlicher Freude, dass ich nun gleich zweimal Götti sein darf! Ich freue mich auf die Zeit mit meinen Göttijungs und freue mich sehr auf unser Wiedersehen respektive erstes Aufeinandertreffen :-)


Machts ganz gut euer stolzer Götti Philipp


Freitag, 9. September 2016

We Love Loveland



Guten Morgen!

Ja, wir liegen noch gemütlich in unserem Bettchen und geniessen die letzten Stunden 1A Komfort dieses sehr schönen Best Western Hotels in der Ortschaft Loveland! Ja, wir sind mittlerweile im Bundesstaat Colorado angelangt und sind absolut begeistert von der beeindruckenden Kulisse der Rocky Mountains. Bereits in Rapid City haben wir uns dazu entschieden hier gleich zwei Nächte zu buchen um einer meiner langersehnten Träume zu verwirklichen: Einer Fahrt auf einer echten Harley Davidson!

Gestern wurde dieser Traum war und wir verbrachten einen absoluten Hammer Tag auf dem Rücken eines waschechten Ami Big Bikes in Chrome und Leder! Anfänglich hatte ich schon ein wenig Bammel aufgrund des hohen Gewichts der Maschine (Ca. 350 kg), doch nach einer ersten kurzen solorunde auf dem Parkplatz fühlte ich mich bereits erstaunlich sicher und die Fahrt konnte losgehen! Mit meinem lieben Schatz auf dem Soziussitz gings ab in Richtung Rocky Mountains! Das Fahren auf der Harley ist nicht zu vergleichen mit meinen anderen Motorrädern, wie ich nach wiederholtem Schleifen der Fussrasten (ging wie gewohnt mit Schräglage in die Kurven) feststellte. Das Tempo ein wenig gedrosselt kam das echte Harley Gefühl dann voll zum tragen und bei mir stellte sich ein wahrer Gefühlsmix aus Freiheit, Abenteuer und überschwänglicher Freude ein. Auch mein Schatz genoss die Fahrt in vollen Zügen und schaffte es gleichzeitig die Route im Überblick zu behalten und  noch supertolle Fotos und Videos zu knipsen!

Nach gut 300 Meilen und fast 9 Stunden im Sattel trafen wir glücklich und müde in unserer Unterkunft ein wo wir den Abend mit einem leckeren zNacht und ein Paar Drinks ausklingen liessen!
Ein wahnsinns Erlebnis was wir bestimmt noch lange in Erinnerung behalten werden.

Liebe Grüsse

Philipp und Martina

PS: Und nein, ich werde mir keine Harley kaufen und bleibe meinen Africa Twins und Co treu :-)



Dienstag, 6. September 2016

Yellowstone & andere Wunder

Hallo ihr lieben

Nach einer leckeren Pizza liegen wir gerade mit vollen Bäuchen in unserem Motelbett in Rapid City. Die letzten Tage waren geprägt von Naturwundern in den verschiedensten Farben, Formen, Temperaturen und unterschiedlichen Ursprungs, die wir im Yellowstone Nationalpark, in den Black Hills und heute im Badland Nationalpark bestaunen durften. Dies lässt sich gar nicht so leicht in Worte fassen. Wir denken aber die Fotos sprechen für sich. 



Inzwischen sind wir gut einen Monat am Reisen. Unglaublich, was wir in dieser Zeit bereits alles erlebt haben! Kurzer Faktencheck vom ersten Monat (1.-31. August):

Gefahrene Kilometer: 8920 km
Durchschnittlich gefahrene Kilometer pro Tag: 287 km
Verbrauchtes Benzin: 1146 Liter
Anzahl Nächte im Zelt: 21
Anzahl Nächte im Hotel/Motel: 10
Teuerste Unterkunft: Fr. 120.- Canalta Hotel in Rocky Mountain House (mit der schnellen Rutschbahn)
Günstigste Unterkunft: gratis Zelten im National Forest in der Nähe von Ketchum

Auch die Tierwelt ist beeindruckend. Bis jetzt haben wir bereits einen Schwarzbär, viele Bisons, Hirsche und sogar Wölfe gesehen. Fehlen nur noch der Elch und der Grizzlybär! Aber auch viele kleine Lebewesen haben uns begeistert und zum Lachen gebracht. Leider haben wir entlang der Strassen auch bereits viele tote Tiere sehen müssen. :-( Das Bild von zwei toten Wölfen lässt Philipp bis heute nicht los.
Immer wieder erstaunt sind wir auch über die vielen Wohnwagen und Camper. Beinahe neben jedem Haus steht ein fahrbares Heim! Teilweise sind sie so gross wie die Sattelschlepper in der Schweiz!
In Sachen Essen haben wir uns dank einem Kühlschrank im Auto im Vergleich zu unseren vorherigen Amerika-Reise verbessert. Mittlerweise sind auch Menus möglich, die mit Zuhause vergleichbar sind. Was aber immer noch fehlt ist ein knuspriges Brot zum Zmorge und der Parmesan über den Pastagerichten. Ansonsten können wir aber nicht meckern :-)

Nun ist halb zehn Uhr und bei uns macht sich bereits die Schläfrigkeit bemerkbar. Durch die vielen Nächte im Zelt haben wir unseren natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus dem Verlauf der Sonne angepasst. Sprich früheres Schlafen gehen und frühes Aufstehen. Wir lassen uns nun noch etwas vom lauten, kreischenden und werbebepackten amerikanischen TV berieseln und senden euch liebe Grüsse! Wo es uns morgen hintreibt wissen wir bis jetzt noch nicht. Sicherlich geht es aber Richtung Süden. 

Bis zum nächsten Bericht! 

Donnerstag, 1. September 2016

Happy Birthday Grossvati

Lieber Grossvati


Du erkennst sicher diesen Feldstecher! :) Der hat uns bereits mehrfach unvergessliche Blicke ermöglicht. Heute morgen konnten wir damit einen grossen Hirschen beobachten und am Nachmittag einem Bison beim Wasser trinken zuschauen. Richtig lässig! 

Wir wünschen dir auf diesem Weg alles Gute zu deinem Geburtstag! Lustig, jetzt schon zu gratulieren, weil bei uns ja der 2. September noch gar nicht begonnen hat :) Wir wünschen dir einen ganz schönen Tag und für deinen weiteren Lebensweg alles Gute! Ganz liebe Grüsse auch an Grossmueti aus dem Yellowstone Nationalpark! 

Martina und Philipp