Mittwoch, 28. September 2016

New Orleans



New Orleans - der Geburtsort des Blues und Jazz. Diese Stadt stand bei uns beiden schon zu Beginn unserer Reise auf dem Plan. In Dallas buchten wir ein im Internet hübsch aussehendes „authentisches“ Hotel an „toller Lage“. Und dies für nur knapp 60.- Dollar die Nacht! Unser günstiges Hotel bis jetzt und das in New Orleans, wo die übrigen Hotels mindestens 150.- Dollar verlangten pro Zimmer! Da muss es doch einen Haken haben, dachten wir...

Nach der ersten tropischen Nacht im Zelt machten wir uns also vor zwei Tagen auf nach New Orleans. Wir waren eine Stunde zu früh beim Hotel und die 25.- Dollar für das frühere Einchecken war uns dann im Vergleich zum Gesamtpreis doch etwas zu teuer. Eine Stunde und zwei Bier später bekamen wir dann von der bis über beide Backen lächelnden, vollbusigen Black Mamma im farbigen Gewand und mit schön geflochtenen Haaren (so wie man es sich vorstellt) unsere Zimmerschlüssel. Die Türverriegelung zu unseren vier Wänden für die nächsten drei Nächte entsprach derjenigen in den amerikanischen Filmen. Ein heftiger Tritt gegen die Tür würde vermutlich auch reichen, um sie zu öffnen. Wir haben’s aber nicht probiert ;-)
Das Zimmer entpuppte sich dann aber als ein wirklich hübsches, tatsächlich authentisches, super Zimmer mit bequemem Riesenbett. Einen Haken konnten wir zu unserer grossen Freude nicht finden! Da hatten wir also wirklich ein absolutes Schnäppchen gemacht! Dies bemerkten wir spätestens, als wir aus dem, an ruhiger Lage liegendem, Hotel raustraten um uns auf die erste Erkundungstour aufzumachen und bereits ca. zwei Strassen weiter an der bekannten Frenchman Street standen, wo an jedem Abend in den diversen Bars Live Musik zu finden ist. Da lässt es sich gut gehen :-)

Die letzten zwei Tage waren geprägt von Kultur und Stadtbesichtigung am Tag und Drinks und Live Musik am Abend. Einen etwas sturmen Kopf hatten wir dann heute Morgen also schon, als wir uns aufmachten, das Museum über den zweiten Weltkrieg anzuschauen. Die Ausstellung hatte einiges zu bieten. Einstündiger 4D-Film (produced by Tom Hanks), dutzende ausgestellte Waffen, Panzer und Kampfflugzeuge, diverse „Heldengeschichten“ und ein interaktiver U-Boot-Untergang (der entpuppte sich dann aber als echter Ami-Schwachsinn). Auch am Tisch sitzende Armi-Veteranen mit einem Schild „talk with me“ und die zu kaufenden Souvenirs wie z.B. Schlüsselanhänger mit Munitionsform fehlten nicht. Es war durchaus spannend und eindrücklich, wie die Amerikaner den zweiten Weltkrieg aus ihrer Sicht darstellen.

Nach zwei Tagen müssen wir sagen, uns gefällt New Orleans sehr gut! Das friedliche und gelassene Zusammenleben dieser verschieden Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe hat mich fasziniert und auch erfreut! Gerade, wenn man an die (politischen) Geschehnisse und Unruhen der letzten Monate hier in Amerika denkt. Auch mussten wir sehr schnell lernen, dass hier alles etwas langsamer und gemütlicher funktioniert. Und trotzdem funktioniert alles einwandfrei. Davon könnten wir uns als SchweizerInnen also gut eine Scheibe abschneiden!

So, nach der zweiten Dusche heute (Es ist so schwül hier, dass man bereits um 11 Uhr morgens wieder komplett nass geschwitzt ist), machen wir uns nun nochmals auf in den letzten Abend. Wir hoffen, wir finden etwas Feines zu Essen. Gute Drinks und gute Musik, die haben wir bereits auf sicher!

Morgen geht’s weiter nach Destin (Florida) an den Strand! Ein Ortschaft, die uns die beiden netten Leute im The Rustic in Dallas empfohlen haben. Die erste Empfehlung mit dem Hurricane-Drink in der Piano Bar (siehe Fotos) war bereits ein super Tip! Da wird der zweite sicherlich ebenso gut sein! Wir sind gespannt!

Macht's gut! Martina und Philipp

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