Dienstag, 20. September 2016

Der grosse Nationalpark UTAH



Hello, Hello

Nach sieben Nächten im Zelt am Stück (unser neuer Rekord!) haben wir uns heute wieder mal in einem netten Motel im Städtchen Cortez niedergelassen. Philipp war bereits beim Reinfahren in die City leicht überfordert von diesen vielen Autos und den in allen Farben blinkenden Logos und Lichtsignalen. Nach sieben Tagen Natur, endlosen Meilen ohne Haus, Mensch und Zivilisation, muss man sich erst mal wieder an den Trubel gewöhnen. Doch dieser holte uns ziemlich schnell ein. Wäsche waschen, Einkauf erledigen, Fotos hochladen und Abendessen besorgen beim Thai um die Ecke. Da verschwinden die gewonnene Gelassenheit und Muse der letzten Tage doch recht schnell wieder.

Unglaublich, wie viel wir in den letzten Tagen erlebt und gesehen haben. Da ist es selbst für uns teilweise schwer, den Überblick zu behalten, aber wir versuchen’s. Nach dem stürmischen Abend südlich des Arches-Nationalparks (das Zelt steht noch, ist einfach leicht verbogen) machten wir uns auf Richtung Natural Bridges National Monument. Fast touristenfrei konnten wir in Ruhe die drei steinigen Brücken besichtigen, eines unsere bisherigen Highlights. Doch die Naturwunder hörten damit nicht auf. Auf der Fahrt Richtung Nord-Westen fährt man durch mehrere Nationalparks und National Recreation Areas. Da kann man sich an der wunderbaren Natur und den unglaublichen Fels- und Sandlandschaften kaum satt sehen. Da wir uns ja ein Auto mit 4x4 gemietet haben, liessen wir es uns natürlich nicht nehmen, die zahlreichen gravel roads (nicht geteert) und off-road Pisten auszukosten. In abenteuerlicher und teils nervenaufreibender Manier verlangten wir dem Chevy so einiges ab.  

Nach diesen unbeschreiblichen Tagen voller Abenteuer und Ungewissheit haben wir uns nach etwas Bekanntem und Vertrautem gesehnt, was uns zum Bryce Canyon führte. Der Bryce Canyon mit vierfachem Besuch von Philipp und zweifachem Besuch von mir gehört schon fast zu unserer Heimat in Amerika und kam uns bei der Ankunft richtig vertraut vor. Den Zeltplatz fanden wir auf Anhieb und auch die Fische im Badesee begrüssten uns freundlich, als sie unsere stinkenden Füsse umschwärmten. Auch ein Nachtessen in unserem bekannten Pines Restaurant stand auf dem Programm. Trotz aller Klasse, sind die Kochkünste der Amis doch auf ihre Art beschränkt. Sogar das selbstgemachte Brot schmeckte mehr nach Brioche, als nach Baquette. Philipp freut sich schon jetzt auf ein gutes Stück Fleisch von Pirmins Grill. Auch die Nacht war vertraut, was die Temperaturen angeht. Dank den Erkenntnissen der vergangenen Trips packten wir uns bereits zu Beginn im Zwiebelsystem warm ein und überstanden die Nacht (unter dem Gefrierpunkt) einigermassen gut :-). Auf den Eis-Kaffee am Morgen verzichtete ich aber gerne und genoss dafür die wärmende Heizung unseres treuen Gefährts. Der Besuch des Bryce Canyons war aber auch dieses Mal ein Muss und die Schönheit der Kulisse ist auch beim zweiten bzw. vierten Mal überwältigend.
Dann ging’s aber los Richtung Süden, wir wollten ja dem Monument Valley noch einen Besuch abstatten. Nach einem wunderschönen Campingzwischenhalt im Indianerreservat, inkl. Besichtigung alter Wohnstätten, trafen wir gestern Morgen beim Monument Valley ein. Dank unserer Offraod Tauglichkeit, haben wir die Chance genutzt, das Valley auf eigene Faust zu erkunden und haben uns köstlich amüsiert am Bild der zusammengekauerten und verstaubten Touristen auf den Indiander-Pikups.

Nun geht unsere Nationalpark-Aera langsam zu Ende. Beschränken sich diese doch überwiegend auf den westlichen Teil Amerikas. Heute werden wir noch den Sand Dunes NP besuchen und dann geht’s Richtung Dallas, wo wir erneut unseren fahrbaren Untersatz austauschen müssen. Ja, wir sind bereits wieder an der Meilenlimite angelangt und der Wagen braucht einen Full Service!
Wir sind gespannt was uns die nächsten Tage erwartet! Einen konkreten Plan haben wir, wie fast immer, keinen! :-)


Liebe Grüsse Martina und Philipp

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