Jaa, wir
sind zurück in Florida! Der letzte Bericht ist doch schon einige Zeit her, habe
ich gerade gemerkt, als ich es mir hier mit einem Cocktail (american style
natürlich im Plastikbecher) im Liegestuhl am Pool gemütlich gemacht haben. Wo
wir jetzt gerade sind? Auf Key West! Aber zurück auf Anfang:
Nach
unserer Flucht vor dem Hurricane nach Opp am 6. Oktober, haben wir also zwei
Tage später die Fahrt zurück nach Florida auf uns genommen. Da ich mir leider
(vermutlich) durch die Klimaanlage, die aufgrund der 30 Grad draussen auf „high
level“ lief, eine ziemliche Erkältung eingefangen haben, entschlossen wir uns
in Florida nochmals für zwei Nächte ein Hotelzimmer zu buchen, in der Hoffung,
dass unser geliebter Juniper Springs State Park nach den Aufräumarbeiten
schnell wieder seine Tore öffnet, und wir dann der schönen Quelle und den
netten Mitarbeitenden dort nochmals einen Besuch abstatten könnten.
Die zwei
Tage in Ocala verbrachten wir mit Internet-Recherchen im Starbucks, einem
Kinobesuch, Take Away Essen vom Panda Express (echt lecker!) und dem Besuch der
Walgreens Pharmasy, wo wir uns zusammen mit einem netten Apotheker oder
Drogeristen auf die Suche nach einem Neocitran-ähnlichen Produkt machten, um
meine Erkältung so schnell wie möglich weg zu bekommen, was bis heute, vier
Tage später, noch nicht wirklich geklappt hat...
Nach zwei
Tagen Ocala und damit fünf Tagen Hotel, in denen wir aufgrund des Hurricanes
unseren Reiseplan ziemlich auf Eis legen mussten, waren wir wild entschlossen,
die nächsten Tage nochmals im Zelt zu verbringen. Denn, dass wissen die meisten
noch gar nicht! Wir haben vor unserer Heimreise noch eine Woche
Relaxe-Strand-Ferien in der Dominikanischen Republik gebucht! Jaja, auch von
einer Reise muss man sich erholen ;) Um unser Reisebudget nicht zu arg zu
strapazieren, machten wir uns also auf Richtung Westküste von Florida und
steuerten den Chassahowitzka River Campground an. Ich, noch immer erkältet,
machte es mir auf unserem Zeltplatz mit einem Buch und Tee bequem, während
Philipp mit einem gemieteten Kajak die Gegend erkundigte.

Am nächsten
Tag ging’s weiter Richtung Süden zum Myakka River
State Park, wo wir uns zuerst mit einer leckeren alligator stew (eine Art
Eintopf-Suppe mit Gemüse, Kartoffeln und Alligator) verköstigten und es uns
dann auf unserem Zeltplatz mit Bier, Unokarten, Musik und guten Gesprächen
gemütlich gemacht haben. Der Abend endete dann leider relativ abrupt, nachdem
uns die Moskitos belagerten und wir vor den Stech-Attacken in unser Zelt
flüchten mussten. Nach einer (weiteren) Husten-Nacht von mir, wollten wir dann
aber diesen State Park doch noch etwas näher betrachten. Wir machten uns also,
mit Kamera, Wasser und Flipflops ausgestattet, auf die sumpfige Erkundungstour.
Alligatoren haben wir, zum Glück, keine gesichtet, dafür konnten wir die
wunderbare Aussicht auf die Natur und die Landschaft geniessen und noch zwei
deutsche Touristen damit beeindrucken, dass wir seit zwei 2.5 Monaten in Nordamerika
unterwegs sind. ;)
Der Everglades
Nationalpark stand natürlich schon lange auf unserem Reiseplan und Philipp
wollte gerne noch eine Tour mit einem dieser (für uns nur aus Filmen) bekannten
airboats machen. Nach Erkundung im Visitor Center begrub Philipp aber sein
Vorhaben schnell, da diese airboats 1. im Nationalpark selbst sowieso verboten,
und 2. so laut sind, dass die Chance ein Tier zu sehen, gleich null ist. Mal
abgesehen davon, dass auch die Natur und die Tierwelt unter diesen Tour stark
leiden. Wir genossen also die Fahrt durch das Sumpfgebiet Richtung Campingplatz
in unserem vierrädrigen Gefährt, wo wir unter anderem Alligatoren, Schlangen und
riesige Reiher gesehen haben. Dieser war dann auch wirklich schön, und ausser
uns hatte sich hier auch niemand nieder gelassen, womit wir uns bereits auf
einen gemütlichen Abend freuten. Doch, wir haben die Moskitos nicht eingeplant!
Und ja, diese waren an diesem Abend sooo aggressiv, dass wir auch mit Moskitospray
und wildem Gefuchtel diese fiesen Dinger nicht davon abhalten konnten, uns im
Minuten-Takt zu attackieren! Bereits um acht Uhr mussten wir daher (erneut) in
unser Zelt flüchten. Auch die heisse und feuchte Luft und meine Husten-Attacken
machten die Nacht nicht besser, so dass Philipp heute morgen (noch vor mir!) wirklich
keine Lust mehr auf Sumpf, Moskitos und Zelten hatte. Also buchten wir
kurzerhand ein Hotel auf den Key West und düsten los. Die Fahrt über diese
vielen Inseln war weniger spektakulär, als wir gedacht haben. Aber nach drei Stunden
haben wir es geschafft! Und da sind wir nun! Ein super Hotel, gratis
Welcome-Drink, ein grosser Pool und super Zimmer mit kleinem Terrassenbereich
mit Liegestühlen! Da sind die Strapazen der letzten Nacht bereits vergessen.
Obwohl... Philipp klagt gerade, „mis Füdli biist!“ und düst los, um sich trockene
Badehosen anzuziehen!
Auf den
Liegestühlen neben uns zieht sich der deutsche Bodybuilder gerade seine
tägliche Portion Proteine in Form von Müsliriegen rein, während seine Freundin
sich zum wiederholten mal vergewissert, ob ihre prallen Silikonbrüste auch
wirklich sitzen. Während wir unsere dritte Runde Cocktails bestellt haben, wird
uns bewusst, dass nun nur noch zwei Wochen vor uns liegen. Schon verrückt, wie
sich so eine lange Reise auf einem auswirkt! In diesem Sinne: Bis bald!
Alles
Liebe! Martina und Philipp
PS vom 14.10.2026:
Kleines Quiz
In wenigen Minuten brechen wir auf in Richtung Norden. Was werden wir dieses Wochenende wohl machen?
1. Abenteuertour durch die den südlichen Teil der Everglades
2. Shoppingmarathdon in Miami
3. Schnorcheltour auf Key Largo
4. Schwimmen mit Delfinen in Fort Lauderdale
5. Besuch der Töffmesse in Orlando
Na, wer weiss es??