Freitag, 14. Oktober 2016

news from florida




Jaa, wir sind zurück in Florida! Der letzte Bericht ist doch schon einige Zeit her, habe ich gerade gemerkt, als ich es mir hier mit einem Cocktail (american style natürlich im Plastikbecher) im Liegestuhl am Pool gemütlich gemacht haben. Wo wir jetzt gerade sind? Auf Key West! Aber zurück auf Anfang:

Nach unserer Flucht vor dem Hurricane nach Opp am 6. Oktober, haben wir also zwei Tage später die Fahrt zurück nach Florida auf uns genommen. Da ich mir leider (vermutlich) durch die Klimaanlage, die aufgrund der 30 Grad draussen auf „high level“ lief, eine ziemliche Erkältung eingefangen haben, entschlossen wir uns in Florida nochmals für zwei Nächte ein Hotelzimmer zu buchen, in der Hoffung, dass unser geliebter Juniper Springs State Park nach den Aufräumarbeiten schnell wieder seine Tore öffnet, und wir dann der schönen Quelle und den netten Mitarbeitenden dort nochmals einen Besuch abstatten könnten.
Die zwei Tage in Ocala verbrachten wir mit Internet-Recherchen im Starbucks, einem Kinobesuch, Take Away Essen vom Panda Express (echt lecker!) und dem Besuch der Walgreens Pharmasy, wo wir uns zusammen mit einem netten Apotheker oder Drogeristen auf die Suche nach einem Neocitran-ähnlichen Produkt machten, um meine Erkältung so schnell wie möglich weg zu bekommen, was bis heute, vier Tage später, noch nicht wirklich geklappt hat...

Nach zwei Tagen Ocala und damit fünf Tagen Hotel, in denen wir aufgrund des Hurricanes unseren Reiseplan ziemlich auf Eis legen mussten, waren wir wild entschlossen, die nächsten Tage nochmals im Zelt zu verbringen. Denn, dass wissen die meisten noch gar nicht! Wir haben vor unserer Heimreise noch eine Woche Relaxe-Strand-Ferien in der Dominikanischen Republik gebucht! Jaja, auch von einer Reise muss man sich erholen ;) Um unser Reisebudget nicht zu arg zu strapazieren, machten wir uns also auf Richtung Westküste von Florida und steuerten den Chassahowitzka River Campground an. Ich, noch immer erkältet, machte es mir auf unserem Zeltplatz mit einem Buch und Tee bequem, während Philipp mit einem gemieteten Kajak die Gegend erkundigte.



Am nächsten Tag ging’s weiter Richtung Süden zum Myakka River State Park, wo wir uns zuerst mit einer leckeren alligator stew (eine Art Eintopf-Suppe mit Gemüse, Kartoffeln und Alligator) verköstigten und es uns dann auf unserem Zeltplatz mit Bier, Unokarten, Musik und guten Gesprächen gemütlich gemacht haben. Der Abend endete dann leider relativ abrupt, nachdem uns die Moskitos belagerten und wir vor den Stech-Attacken in unser Zelt flüchten mussten. Nach einer (weiteren) Husten-Nacht von mir, wollten wir dann aber diesen State Park doch noch etwas näher betrachten. Wir machten uns also, mit Kamera, Wasser und Flipflops ausgestattet, auf die sumpfige Erkundungstour. Alligatoren haben wir, zum Glück, keine gesichtet, dafür konnten wir die wunderbare Aussicht auf die Natur und die Landschaft geniessen und noch zwei deutsche Touristen damit beeindrucken, dass wir seit zwei 2.5 Monaten in Nordamerika unterwegs sind. ;)

Der Everglades Nationalpark stand natürlich schon lange auf unserem Reiseplan und Philipp wollte gerne noch eine Tour mit einem dieser (für uns nur aus Filmen) bekannten airboats machen. Nach Erkundung im Visitor Center begrub Philipp aber sein Vorhaben schnell, da diese airboats 1. im Nationalpark selbst sowieso verboten, und 2. so laut sind, dass die Chance ein Tier zu sehen, gleich null ist. Mal abgesehen davon, dass auch die Natur und die Tierwelt unter diesen Tour stark leiden. Wir genossen also die Fahrt durch das Sumpfgebiet Richtung Campingplatz in unserem vierrädrigen Gefährt, wo wir unter anderem Alligatoren, Schlangen und riesige Reiher gesehen haben. Dieser war dann auch wirklich schön, und ausser uns hatte sich hier auch niemand nieder gelassen, womit wir uns bereits auf einen gemütlichen Abend freuten. Doch, wir haben die Moskitos nicht eingeplant! Und ja, diese waren an diesem Abend sooo aggressiv, dass wir auch mit Moskitospray und wildem Gefuchtel diese fiesen Dinger nicht davon abhalten konnten, uns im Minuten-Takt zu attackieren! Bereits um acht Uhr mussten wir daher (erneut) in unser Zelt flüchten. Auch die heisse und feuchte Luft und meine Husten-Attacken machten die Nacht nicht besser, so dass Philipp heute morgen (noch vor mir!) wirklich keine Lust mehr auf Sumpf, Moskitos und Zelten hatte. Also buchten wir kurzerhand ein Hotel auf den Key West und düsten los. Die Fahrt über diese vielen Inseln war weniger spektakulär, als wir gedacht haben. Aber nach drei Stunden haben wir es geschafft! Und da sind wir nun! Ein super Hotel, gratis Welcome-Drink, ein grosser Pool und super Zimmer mit kleinem Terrassenbereich mit Liegestühlen! Da sind die Strapazen der letzten Nacht bereits vergessen. Obwohl... Philipp klagt gerade, „mis Füdli biist!“ und düst los, um sich trockene Badehosen anzuziehen!

Auf den Liegestühlen neben uns zieht sich der deutsche Bodybuilder gerade seine tägliche Portion Proteine in Form von Müsliriegen rein, während seine Freundin sich zum wiederholten mal vergewissert, ob ihre prallen Silikonbrüste auch wirklich sitzen. Während wir unsere dritte Runde Cocktails bestellt haben, wird uns bewusst, dass nun nur noch zwei Wochen vor uns liegen. Schon verrückt, wie sich so eine lange Reise auf einem auswirkt! In diesem Sinne: Bis bald!

Alles Liebe! Martina und Philipp 

PS vom 14.10.2026: 

Kleines Quiz

In wenigen Minuten brechen wir auf in Richtung Norden. Was werden wir dieses Wochenende wohl machen?

1. Abenteuertour durch die den südlichen Teil der Everglades
2. Shoppingmarathdon in Miami
3. Schnorcheltour auf Key Largo
4. Schwimmen mit Delfinen in Fort Lauderdale
5. Besuch der Töffmesse in Orlando

Na, wer weiss es??

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