Donnerstag, 6. Oktober 2016

„sweet home alabama“

Ja da sind wir also nun doch noch im Bundesstaat Alabama gelandet. Geplant haben wir’s nicht, schön ist es bis jetzt trotzdem. Sonnig, warm (Philipp würde sagen heiss :-) und vor allem sicher vor dem Hurricane.


Nach einer fünfstündigen Autofahrt quer durch Florida sind wir in Opp angekommen, einem kleinen Städtchen etwa so gross wie Eglisau. Natürlich ausgestattet mit Tankstellen, einem kleinen Supermarkt und den üblichen Fastfood "Restaurants". Die tamilische Familie unserer Motels hat uns sogleich mit einem Lachen begrüsst und Philipp nimmt gerade einen ersten Schwumm im gemütlichen Pool, während ich hier in der Sonne sitze und diesen Beitrag schreibe.


Ganz relaxed sind wir aber doch nicht. Angespannt verfolgen wir live den Wetter Stream im Radio und Fernseher. Was wird erwartet:
140 mph (= über 220 km pro h); bis 11 feet (= ca. 3.5 Meter) hohe Wassermassen, die ins Landesinnere gedrückt werden; bis zu 2.5 Mio Menschen ohne Strom, über 12'000 externe Spezialisten und Fachkräfte aus ganz Amerika sind angereist, Nationalgarde ist aufgeboten worden, „a historical storm, like we have never seen bevor in history of US“.
Das sind nur einige der genannten Facts und Warnungen, was uns schon etwas beunruhigt und auch besorgt macht um die Menschen, die an der Küste wohnen und teilweise immer noch dort sind, weil sie sich weigern ihre Häuser zu verlassen. Aussage vom Wetterexperten: „Dort verbleiben, kann einem das Leben kosten“.
Auch auf der Fahrt hierhin haben wir bemerkt, dass die Leute aus den Gefahrengebieten herausströmen. Hinein fahren vor allem Support-Wagen mit Benzin, Wasser, vermutlich Hilfsgütern, Kranen und sonstigem schweren Geschütz.


Wir bleiben nun bis am Samstag hier im hoffentlich ruhigen Opp und warten, bis das Schlimmste vorüber ist. Dann werden wir sehen, ob wir die Reise nach Süden Richtung Miami fortsetzen können. 

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